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Tamerson


@ 7 Tag der Ruhe

Die Hologrammuhr, deren schwacher Schein durchs Fenster drang, zeigte 22 Uhr 35. Den ganzen Tag hatte er über die Ereignisse, die ihm widerfahren waren, nachgedacht und er war auf keine befriedigende Lösung gekommen. Tamerson legte sich langsam in seine Schlafröhre, setzte sich die Infusionsnadel an den linken Oberarm, drehte die Knöpfe für Valium und LSD (wohl ein Stück zu weit nach rechts) auf, aktivierte noch für 23 Uhr 59 die Brennkammer unter ihm, in die er dann fallen würde und seine sterblichen Überreste entsorgt werden sollten und schlief ein. Aus Überlieferungen wußte er es. Der siebente Tag war nicht umsonst der Tag der Ruhe.

Jetzt war es ruhig, kein Schrei, der durch die aufkommende Nacht gellte. Kein dadurch provoziertes Bellen, sodaß die Amsel erschrocken aufstob. Kein zartes Zwitschern als der imaginäre Vogel in den Wald hätte flüchten sollen. Kein Blätterrauschen, weil es keine Bäume mehr gab. Dafür aber ein gleichmäßiges, beruhigendes alles erfüllendes Summen und Röcheln, Klicken und Schaben, von Maschinen stammend, die Roboter erzeugten. Konnten sie diese Welt noch retten? Waren sie dazu fähig, das Erbe ihrer Vorväter zu würdigen? Hatten sie einen Sinn für das Schöne und Reine?

Gab es da noch Hoffnung? Meinte es ein Schöpfer so? Denn ein neuer Schritt der Evolution ging vonstatten. Aus toter Materie entstandene Einzeller, hatten sich über Umwege zu Tieren und in weiterer Folge zu Menschen weiterentwickelt, die wiederum den Grundstein für den nächsten Schritt setzten und der künstlichen Intelligenz, scheinbar aus dem Nichts, aus starren Elementen bestehend, Leben einhauchten, damit diese ihren Nachkommen stolz berichten konnten:

Wir haben unseren Lebensraum nicht zerstört sondern eigens geschaffen.

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