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Marseille

Es war Sommer, die Ferien hatten längst begonnen. Ich verbrachte diese Zeit an einem See im Ausland. Dort lernte ich sie kennen. Als ich sie das erste Mal sah, war ich von ihr fasziniert, dunkle Haare, dunkle Augen, leicht verspielte Bewegungen, Jeans, T-Shirt und Baseballmütze, aber feminin, obwohl halb Kind, schlank sportlich, elegant. Sie spielte mit ihrem kleinen Bruder und schien darin aufzugehen - sie schien darin aufzugehen. Irgend etwas irritierte mich. Ohne Zweifel machte es ihr Freude, mit ihrem kleinen Freund zu spielen, aber sie wirkte so reif gegen ihn. Nein, sie war selbst noch kindlich - und doch wieder nicht! Diese Gegensätze an einer Person, in nur wenigen Sekunden erkennen zu können, ist etwas Unbeschreibliches. Halt! Nein! Zurück! Sie ist Französin! Ich kann nicht Französisch und Frankreich ist so weit weg.
Am nächsten Tag spielten wir gemeinsam Volleyball. Wieder sah ich sie wie gebannt an. Elegante, vollendete Bewegungen eines schlanken, durchtrainierten Körpers boten sich meinen Augen. Sogar bei harten Schlägen und spektakulären Ballwechseln war sie perfekt, trotzdem schien sie zart und zerbrechlich zu sein. Dann brach eine alte Verletzung an ihrem Knöchel wieder auf. Ich konnte ihren Schmerz fühlen. Der Wunsch ihr zu helfen, sie vom Schmerz befreien zu wollen, war nicht bloßer Instinkt, nicht einfach selbstverständlich. Es war ein außergewöhnlich starkes Bedürfnis, als wollte ich sie vor jedem weiteren Übel schützen, sogar vor dem kalten Stein, auf dem sie nun saß, wolle ich sie bewahren. Sie lächelte mich an. In diesem Augenblick sah ich ihr zum erstenmal richtig in die Augen. Sie waren unsagbar schön. Um die Pupillen war ein schmaler rotbrauner Streifen gezogen, der abrupt endete. Sonst waren ihre Augen grün - ich bewunderte dieses tiefe, satte Smaragdgrün. Am äußeren Rand ihrer Augen bildete sich ein zarter blauer Schleier, der mich endgültig verzauberte. Klare Gedanken zu fassen war nun für mich unmöglich. Alles drehte sich um mich. Ich stotterte irgendeinen wirren Unsinn und war in diesem Moment froh, daß sie mich nicht verstand. Für den Moment ihres Lächelns leuchteten ihre Augen hell auf. Als sie dann zu Boden sah, verschwand dieser Glanz, In ihren Augen schien es zu regnen.
Mit der Zeit lernten wir einander näher kennen. Sie sprach nicht viel, nicht nur wegen unserer Verständigungsprobleme. Wir sprachen Englisch miteinander. Im Laufe der Zeit eröffnete sich uns jedoch eine ganz andere Form der Kommunikation, die wir dann nahezu ausnahmslos anwandten. Wir verständigten uns durch bloßes In-die-Augen-sehen. Ganze Geschichten, Erinnerungen und Erlebnisse, auch Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte konnte ich in ihren Augen lesen - diese waren immer noch mit Regenwolken verhangen.
Eines Abends geschah, was kommen mußte. Es war vom ersten Augenblick an unabwendbar gewesen. Nachdem wir uns all den anderen Menschen entzogen hatten, saßen wir nun allein auf einer Treppe. Wir sprachen nicht, bewegten uns nicht, sahen uns nur in der bereits tiefen Dunkelheit an. Dann küßten wir uns, lange und zärtlich. Wärme erfüllte uns. Unsere weiche Umarmung war trotz ihrer Sanftheit stärker und fester als Eisen. Da merkte ich auch, daß ihre Augen plötzlich hell und klar waren. Ja, sie strahlten mich an, daß ich mich in weißes Tageslicht gehüllt glaubte. Doch verschwiegene Dunkelheit umgab uns.
Am nächsten Morgen waren ihre Augen wieder feucht. Feucht aber warm.
In all den darauffolgenden Tagen wechselten Unsicherheit, Zweifel und pure Verzweiflung einander ebenso ab, wie Angst, Sorge und Vernunft. Was sprach schon für unsere Verbindung? Nur unsere Zuneigung, unser tiefer Glaube an die Liebe - aber ist das genug?
Es schien mir wie ein Wunder: sie uns ihre Familie kamen gleich nach dem Aufenthalt am See, als letzte Station ihrer Reise, nach Wien. Wir verbrachten schöne Tage, obwohl sie von unseren Zweifeln getrübt waren. Eines Abends wollte es der Zufall, daß sie und ihr Bruder bei mir übernachteten. Ihre Augen waren feucht. Ihr Bruder schlief schon, nur wir beide waren noch wach und haderten mit unserem Schicksal. Es waren noch zwei Betten frei - eines blieb unbenutzt.
Gott wie war es doch schön. Sie lag in meinen Armen, ich spürte wie sie atmete, ja ich konnte ihren Atem sogar hören. Obwohl wir etwas aufgeregt waren, blieb unser Herzschlag zunächst ruhig - unser Herzschlag. Unsere Herzen schlugen zugleich, im selben Rhythmus, im gleichen Takt. Sie schmiegte sich sanft an meine Schulter. Sie war ganz leicht. Ihre Haare dufteten und ihr Körper fühlte sich warm und wich an. Meine Hände strichen durch ihr Haar und über ihren Rücken. Ich streichelte sie liebevoll. Unser Atem wurde schwer. Wir küßten einander herzlich, innig, unaufhörlich, konnten gar nicht genug voneinander bekommen. Wärme und Liebe durchströmte unsere Körper, wir waren uns gegenseitig ausgeliefert. Kein Gefühl könnte jemals stärker oder intensiver sein. Ihre Augen glänzten wieder. Unser Inneres war durch sie hell erleuchtet, ein geballter Strahl des Glücks durchfloß uns doch: "No." Sie sagte es leise, zaghaft, doch bestimmt. Unsere Erziehung hatte einen Sieg über die Natur errungen. Unser beiderseitiger Respekt, unser Anstand und unsere Vernunft hatten uns vor der letzten Konsequenz zurückgehalten. Aber unsere Umarmung war unnehmbar, unlösbar, unbeschreiblich. Wir zitterten gemeinsam dem Morgen entgegen.
Am nächsten Tag konnten wir uns unglücklicherweise nicht sehen, und der darauf folgende war unser letzter gemeinsamer Tag. Dieser stand im Zeichen der Liebe. Diesmal waren ihre Augen stetig klar, nur manchmal sahen sie mich mutlos und fragend an - aber sie waren voller Hoffnung. Zahlreiche Liebkosungen füllten diesen wunderschönen Tag, an den ich viele Erinnerungen pflege.
Als die Zeit des Abschieds kam, wußten wir nicht so richtig weiter. In Ihren Augen lag ein trauriger Glanz. Wir umarmten und küßten uns ein letztesmal. Wir wollten die Umarmung nie und nimmer lösen, aber es mußte sein. Ihr Seufzen wird mir ewig in Erinnerung bleiben, ebenso die Leidenschaft unseres letzten Kusses.
Ich stieg in den Zug ein, der mich heimbringen sollte. War es ohne sie noch mein Heim? Ich warf einen letzten Blick auf sie zurück. Sie sah mich mit einem verzweifelten süßen Lächeln an. Ich wußte nicht, ob sie gleich weinen oder lachen würde. Und in ihren Augen regnete es. Eine Träne glitt ihre Wange hinunter. Sonst sind Tränen traurig, aber dieser kleine Tropfen schmückte sie zur Königin. In diesem Moment wurde mir bewußt, daß mir ebenfalls eine Träne die Wange hinunterglitt. Der Zug fuhr an, bald schon entriß er sie mir auf diese Weise aus meinem Blickfeld. Ich sah in die durch die Dunkelheit spiegelnden Scheiben des Zuges - in meinen Augen regnete es ...

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