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Peinlich peinlich

Robert stand unter Dusche und ließ gedankenverloren den warmen Strahl über den eingeseiften Körper rieseln. Er hatte es nicht eilig, denn müde wie er an diesem späten Nachmittag war, würde heute nichts Aufregendes mehr unternehmen etwas Spazierengehen, etwas Essen und wenn ihn der Schlaf, wie so oft, nicht schon beim Fernsehen übermannte, dann wäre die logische Konsequenz ein inniger Kontakt mit dem Kopfpolster. Er trocknete sich gedankenverloren ab uns schritt gemächlich in sein Wohnzimmer und erstarrte:

Vor ihn stand eine junge Dame und blickte ihn mit aufgerissenen Augen an. Sie war mittelgroß, dunkelhaarig und ihre Aufmachung war wirklich makellos. Sie trug ein rotes Kostüm, war dezent geschminkt und hatte eine perfekte Frisur ein Inbegriff von Damenhaftigkeit und Stil.
"Oh verzeihen Sie, die Tür war offen und sie haben offensichtlich mein Klopfen nicht gehört. Da habe ich mir die Freiheit genommen, einfach hinein zu gehen. Ich denke, ich entferne mich lieber. Ich wollte Sie geschäftlich sprechen. Sie erreichen mich im Hotel Kurfürst".

Ehe Robert irgend etwas sagen konnte, war sie auch schon wieder weg. "Mein Gott Britta", dachte er. Ausgerechnet Britta mußte ihn in so einer lächerlich peinlichen Situation antreffen. Wie oft hatte er an diese Frau gedacht. Wie oft hatte er gewünscht, sie wieder zu sehen. Jetzt hatte sie ihn völlig überraschend besucht, und justament dann mußte er nackt aus dem Bad kommen. Drei Jahre waren vergangen, als er sie zum letzten mal gesehen hatte. Er hatte sie durch seinen Beruf kennen gelernt. Als er im Auftrag seines Arbeitgebers mit einer Zulieferfirma verhandelt hatte, war sie seine Ansprechperson gewesen. Sie war ihm als Frau Arnsbach vorgestellt worden. Als er sie das erste mal sah, war er erstaunt gewesen, welch eine ungemein ansehnliche Frau dieses Unternehmen geschickt hatte und seine Gedanken hatten sich überstürzt. War es nur eine selbstbewußte Tussi, die es geschafft hatte, sich zu diese Position hochzublenden, oder wurde sie von der Firma absichtlich geschickt, um ihn mit ihrem Aussehen und Charme einzuwickeln? Es dauerte nicht lange, um festzustellen, daß nichts dergleichen zutraf. Er war begeistert von ihrer fachlichen Kompetenz, ihrer Souveränität und ihrem freundlichen Wesen, das völlig ohne Dünkel war. Er hatte nie eine Frau kennen gelernt, die so viel natürliche Noblesse ausstrahlte. Vielleicht sah er sie zu verklärt, denn es war keine Frage er hatte sich vom ersten Moment an in sie verschaut. Sie war auch zu schön mit ihrem ebenmäßigen Gesicht, mit ihrem südländischen Teint und ihren dunklen großen Augen. Darüber hinaus war sie stets wie aus dem Ei gepellt, immer schick angezogen und gepflegt. Er hatte drei Tage mit ihr zu tun gehabt. Sie hatten alle Details des komplizierten Projektes besprochen. Während dieser für ihn unvergeßlichen Arbeitsstunden war er mehr als einmal unkonzentriert gewesen, zu oft hatte er sie mit glasigem Blick gemustert und sich der heimlichen Hoffnung hingegeben, ihr irgend wie näher zu kommen. Dann hatte er immer wieder diese Gedanken beiseite geschoben. Er war Frauen gegenüber nicht selbstbewußt genug, sich einzubilden, daß er bei einer solchen Frau Chancen hätte. Wahrscheinlich konnte sie sich vor Komplimenten und Avancen nicht retten. Wahrscheinlich war sie sehr wählerisch und achtete bei ihren Bekanntschaften auf Stand und Niveau. Es einfach mit irgend einem groben, einfallslosen Annäherungsversuch zu versuchen wie viele seiner Freunde, das war nicht seine Art. Zu oft hatte man ihm in seiner Jugend direkt oder indirekt wissen lassen, daß Männer im Grunde alle schmutzige und triebhafte Kreaturen seien. Nein unfein wollte er sich gegenüber dieser Frau auf keinen Fall verhalten, dazu verehrte er sie zu sehr, dazu war sie für ihn zu sehr der Inbegriff einer über alles grobe erhabenen Dame. Sicher schien sie seine Befangenheit zu merken. Aber entweder ließ sie es sich nicht anmerken oder sie war es längst gewohnt, daß Männer in ihrer Nähe glasige Augen bekamen und gelegentlich zu stottern begannen.

Am Ende der drei Tage hatte sie zu seiner größten Freude vorgeschlagen, den Abschluß der Arbeiten mit einem Abendessen zu feiern. Er hatte sich vor Freude und Begeisterung in seine beste Schale geworfen und sie vom Hotel abgeholt. Unnötig zu erwähnen, daß sie zum niederknien schön aussah mit ihrem schwarzen Cocktailkleid. "Hat diese Frau überhaupt einen Makel" dachte er sich, als er sie ansah, wie sie Ihm in unnachahmlicher Grazie durch die Hotellobby entgegenschwebte, "oder ist sie Angehörige einer fremdem Species"? Er hatte einen Tisch in einem renommierten Restaurant bestellt und konnte das Aufsehen fast körperlich spüren, das seine Begleiterin beim Betreten des Lokales erregte. Der Abend verlief eher konventionell. Robert gab sich die größte Mühe, ein unterhaltsamer Gastgeber zu sein. Das einzige was ihm zwischen den quälenden Gedanken, ob sie nur höflich sei oder ob sie wie sehr er sich das wünschte vielleicht doch ein wenig Interesse an ihm habe, feststellen konnte, daß sie zu all ihren hervorragenden Eigenschaften auch noch witzig und unterhaltsam war.

Nach einem üppigen Menü und einigen Gläsern Wein waren sie dann aufgebrochen und er hatte sie zum Hotel begleitet. Vor dem Hotel waren sie dann stumm voreinander gestanden. Sie hatte ihn einige Zeit mit ihren unvergleichlichen braunen Augen angeblickt und war ihm dann etwas näher gerückt, so als warte sie auf etwas. Dann plötzlich hatte sie gesagt: "Es war ein schöner Abend. Leider muß ich morgen für längere Zeit ins Ausland. Vielleicht komme ich demnächst wieder in diese Stadt. Dann hatte sie ihm einen sanften Kuß gegeben und war zum Hoteleingang gegangen. Beim Weggehen hatte sie sich noch einmal kurz umgedreht und ihm zugerufen: "Übrigens, ich heiße Britta".

Robert war wie erschlagen zurück geblieben. Sein Herz hatte wie wild gepocht und seine Gedanken hatten sich überstürzt. "Also doch, sie mag mich etwas oder hurra, sie mag mich vielleicht sehr oder ist es nur ein neutrales Mögen und nicht mehr als eine herablassende Zuneigung".

Er hatte lange gebraucht, bis sich sein aufgewühltes Gemüt wieder beruhigt hatte. Zurück blieb die Hoffnung, daß sich Britta wieder bei ihm melden würde. Nach Monaten hatte er sich ermannt und versucht, sie in ihrer Firma anzurufen. Man hatte ihm mitgeteilt, daß sie im Ausland sei und war nicht bereit, ihm mitzuteilen, wo sie sich aufhielt. Er verfluchte seine Schüchternheit und malte sich aus, daß sie an jenem Abend offensichtlich mehr von ihm erwartet hatte. Dann wiederum dachte er sich, daß sie ihn sicher schon vergessen hatte. Warum hatte sie ihm nicht geschrieben. Sicher hatte sie schon längst einen anderen Mann, der selbstbewußter war und der nicht so lange herumdruckste wie er. Dieser Gedanke war für ihn am schmerzhaftesten. Jahre vergingen und er hatte sich damit abgefunden, daß er Britta nicht wiedersehen würde. Vergessen konnte er sie natürlich nie, und einige kurze Affären, konnten ihn auch nicht von dem geheimen Gedanken kurieren, daß sie sich vielleicht doch noch bei ihm melden werde.

Und nun war das Wunder geschehen Britta hatte sich gemeldet, genau so abrupt wie sie gegangen war, und ausgerechnet in dem Moment mußte er nackt aus dem Bade laufen. Daß sie seine Wohnung unverblümt betreten hatte, war ohne Bedeutung. Von Bedeutung war, daß er wie ein Idiot da stand - ausgerechnet vor Britta. Er war mit bleichem Gesicht in seinem Sessel zusammen gesunken und seine Gedanken überschlugen sich. "Was wird sie nun von mir denken. Sie muß mich für eine lächerliche Figur halten. Was soll ich nur tun? Wie kann ich das nur wieder bereinigen?" Auf keinen Fall sollte sie wieder so sang- und klanglos aus seinem Leben verschwinden. "Ich muß unbedingt zu ihr und Klarheit erlangen", ermannte er sich. Er zog sich hastig an und machte sich auf zum Hotel Kurfürst. Er war sich klar, daß was immer er erfahren würde, ob es nun ein endgültiger Verlust an Prestige oder daß der Kuß vor drei Jahren lediglich ein freundschaftlicher war, jede Enttäuschung war besser als diese Ungewißheit.

Mit klopfendem Herzen erkundigte er sich beim Portier des Hotels nach einem Gast namens Britta Arnsbach.
"Ach ja", antwortete der Portier. Wenn Sie Herr Robert Färber sind, dann läßt die Dame ihnen ausrichten, daß sie noch einiges besorgen muß und daß sie in etwa zwei Stunden zurück sein wird. Robert ging aus dem Hotel. Das war kein Problem. Er wurde solange in der Stadt spazieren und dabei überlegen, was er ihr sagen würde. Nach kurzem grübeln kam jedoch der Einfall: ja so wollte er es machen, so konnte er vielleicht die peinliche Situation entschärfen. Er eilte mit schnellen Schritten in das Hotel zurück. Dort ließ er sich vom Portier Briefpapier und einen Briefbogen geben. Er setzte sich zu einem der Tische in der Lobby und grübelte. Er grübelte wie er noch nie in seinem Leben gegrübelt hatte. Dann schrieb er auf den Bogen:

O jeh, oh Frau, ich bin blamieret.
ich glaub, ich habe Sie schockieret
und Ihren Damenaugen unvermutet
meinen bleichen Körper zugemutet.
Ich wollte nur diskret und bieder
duschen meine müden Glieder,
mich ganz bedacht und ohne Hasten
befreien von den Schmutzeslasten,
die als Folge eines endlos langen
Tages unüberriechbar an mir hangen.
Ich konnt es wirklich niemals raten,
daß Sie meinen Raum betraten.
So bin ich aus dem Bad getaumelt,
ohne zu bedecken, was da baumelt

Robert

Der steckte sein Gedicht in das Kuvert und gab es dem Portier mit der Bitte, es Frau Arnsbach auszuhändigen. Er würde sich dann pünktlich im Hotel einfinden.

Nervös ging er in der Stadt umher und grübelte, ob der Brief das Richtige war. Humor hatte Britta jedenfalls, das hatte sie an jenem denkwürdigen Abend ja bewiesen.

Als ihm die Zeit genügend weit fortgeschritten schien, steuerte schnurstracks das Hotel Kurfürst an. Er ging zum Portier und erkundigte sich mit einem Klos in der Stimme, ob Frau Arnsbach nun zurück sei. "Sie ist recht bald nach ihnen wieder zurück gekommen aber kurz danach wieder gegangen"
"Haben Sie Ihr den Brief gegeben"?
"Ja sie hat ihn auch gleich gelesen. Bevor sie wieder gegangen ist, hat sie Ihnen auf dem Zettel schnell etwas aufgeschrieben. Hier ist es". Der Portier überreichte Robert ein kleines Kuvert.
Robert setzte sich in die Lobby und öffnete mit zitternden Fingern den Brief.
Er hielt einen kleinen Zettel in der Hand auf dem in gestochen scharfer Handschrift stand:

Oh Herr, oh Mann, ich bin entzückt.
Ich sehe, Sie sind gut bestückt.
Ahnen Sie, wonach ich lechze,
weswegen ich konvulsisch ächze?
Ich möchte mir bis etwa morgen
Ihren strammen Körper borgen.
Instinktvoll bin ich und vulkanisch,
sensibel und ein wenig manisch,
kurz das Produkt aus Frau mal Frau
und eines weiß ich ganz genau.
Wenn Sie mich auf mein Lager schleifen,
sich eindringlich an mir vergreifen,
dann werde ich, das gesteh ich ein,
fürs erste wohl zufrieden sein.

Britta

Robert hatte so verdutzt in das Papier gestarrt, daß er es nicht wahrgenommen hatte, das Bitta bereits seit geraumer Zeit hinter ihm gestanden hatte. Er blickte erst auf, als er ihre wohltönende Stimme vernahm:

"Hallo Robert, ich denke wohl, die Geschäfte können warten. Wollen wir nicht oben im Zimmer gemeinsam auf unser Wiedersehen anstoßen"?

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