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Tamerson


ProLOG

7073

Klick, surr, schnarr. Langsam erwacht wieder Leben in ihm, fängt langsam an, schneller in ihm zu pulsieren. Schraubt den Nachtlevel von gemächlichen 2300 MHz in den Tagesbetrieb hinauf, bis nach Ablauf von 25 Sekunden 4800 MHz und damit auch die größt mögliche Leistung erreicht ist. Alle Systeme werden wieder voll aktiviert.

Flüssigkeitsspeicher auf volle Leistung. Fertig.

Navigationssystem. Betriebsbereit.

Gefühlsdioden. Aktiviert.

Bewegungsrollen. Gecheckt und für in Ordnung befunden.

So kann man dem Tag gegenübertreten.

Die Flüssigkeitsspeicher beruhen eigentlich schon auf eine sehr alte Thechnologie, so ca. 3500 Jahren ist es schon her, als sie erfunden worden sind. Damals ist es gelungen jedem einzelnen Atom eine negative Ladung zu verpassen oder eben nicht. Der Prozessor errechnet dann ständig die Position eines jeden einzelnen Atomes, damit die gespeicherte Information jederzeit wieder abgerufen werden kann. Die Vorteile dieser Technik sind, daß es möglich ist schier unbegrenzte Datenmengen zu archivieren und das mit einer Beständigkeit und Zuverlässigkeit von 99,9987 %, weil diese Art von Speicher unempfindlich gegen Erschütterungen jeder Art ist. Das ist bei Robotern natürlich besonders wichtig, da sich diese ja ständig bewegen, oft auch hinfallen, oder sonst irgendwelchen widrigen Zuständen ausgeliefert sein können. Die Flüssigkeit als Gesamtes merkt sich noch eine ‚Grundstimmung', die, wie sich die Atome auch anordnen sollten, immer wieder hergestellt wird und so die Seele des anorganischen Individuums ausmacht. Diese wird dann von den Gefühlsdioden abgelesen und weiterverarbeitet. So komplex wie bei den früher auf diesem Planeten herrschenden Menschen ist diese Gedankenwelt natürlich nicht, aber immerhin ein bemerkenswerter Ansatz in diese Richtung.

Mit einer Behäbigkeit, die beschließt, einfach durch ihre bloße Anwesenheit, nicht zu langweilen, aber dafür die physische Lebenszeit zu verkürzen, indem sie ihn einfach dazu animiert Sekunden zu verschwenden, erhebt er sich. In seinem Kopf findet nicht das Lied „Ich bin müde“, einen imaginären Platz, weil er erstens, das Lied, welches vor über 5000 Jahren geschrieben worden ist, nicht kennt, zweitens er es – und zwar müde – gar nicht ist. Dieses Phänomen entzieht sich seinen Kenntnissen aber auch Fähigkeiten. Ob ihm da etwas abgeht, indem ihm einfach die Fähigkeit eines tiefen, ruhigen oder manchmal auch aufregenden, von Träumen erfüllten Schlafes fehlt, das kann er nicht sagen.

Er nimmt bloß den Stecker aus der Dose, durch welchen ihm über Nacht wieder Energie für den Tag zugeführt worden ist. Langsam ordnen sich seine Schaltkreise wieder neu und er taucht, bereit für alles was heute auf ihn zukommen soll, in die kahle, nüchterne Welt ein, in der er sich befindet. Seine Facettenaugen, wobei jedes einzelne elektronische Sehorgan von seinem kleinen Zentralrechner, der in der Lendengegend versteckt ist, gesteuert wird, sucht die Umgebung auf Anormalitäten ab. Eine allmorgendliche Routineaufgabe. Nein, alles scheint in bester Ordnung zu sein. Keine Störstrahlungsquelle hat sich irgendwo eingenistet. Es ist auch nicht so, daß Krieg herrscht und feindliche Wesen, bestehend aus Fleisch und Blut oder elektronischen Bauteilen oder vielleicht sogar eine Mischung daraus, von den Grenzen der unendlichen Weiten des Weltalles auf die Erde herniederstürzen und die Dinge, die nicht in ihr persönliches, vermutlich ziemlich einseitig vorbelastetes Weltbild, welches nur sie selbst und sonst nichts inplementiert, also alle, die sich auf dieser Erde beheimatet fühlen, zerstören.

Solche kleinen Unzulänglichkeiten waren früher öfters in den intergalaktischen Kalender mit einzuplanen. Aber nachdem ab und zu vereinzelt Außerirdische auf die Erde gekommen waren und immer wieder sahen, welche auf sie so primitiv wirkende Lebewesen verzweifelt versuchten, der Evolution ihren Stempel aufzudrücken, da wurde die Route, die über dieses Sonnensystem, welches am Rande der Milchstraße lag, die an und für sich sowieso auch nicht von besonderer Bedeutung geprägt war, einfach aus den Reiseplänen gestrichen und man erklärte diese intergalaktischen Gefilde zu vorläufig nicht besuchswürdigen Gebieten.

Also nichts mehr mit zweiköpfigen Monstern, die mit ihren fünf oder sechs fuchtelnden Händen in einer für Erdbewohner unverständlichen Sprache zu erklären versuchen, daß nur ein friedliches Beisammensein der richtige Weg ist, um Konflikten aus den Weg zu gehen und das am besten dadurch, daß sie sich sofort bedingungslos unterwarfen. Resultat. Die Erdbewohner lassen sogleich ihr gesamtes Agressionspotentioal auf die armen Besucher einwirken und animieren sie mittels Einsatz von Atomsprengköpfen aber auch konventionellen Waffen zur Weiterreise. Ein paar der armen Besucher laden sie zwecks Sezierung in ihren Labors zum Bleiben ein, was diese zwar nicht dankend annehmen. Aber aufgrund von fesselnden Argumenten leisten sie der Bitte folge.

Auch gegen schleimige Amöbenwesen, Durchmesser ca. drei Meter, die aus ihren Raumschiffen fließen und klar zu machen versuchen, daß es der letzte Schrei sei, wenn man sich von ihnen umgeben und einschließen läßt, damit man dann von ihren abgesonderten Giften gelähmt in Ruhe verdaut werden kann. Nein, gegen solche Ambitionen setzen die Menschen sofort rohe Gewalt ein. Mit gebündelten Laserstrahlen regen sie die armen Besucher zur Verdampfung an. Wenn man offensichtlich so Unwillkomen ist, da gibt man für gewöhnlich vorläufig doch auf.

Die Menschen waren zu unbedeutend. Sie ließen sich nicht als Nahrungsquelle einsetzen, ihre spärlich vorhandenen Rohstoffe hatten sie schon größtenteils selbst aufgebraucht und von größerer Intelligenz, die Voraussetzung für die Einbindung in die intergalaktische Partnerschaft war, ja, dadurch zeichneten sie sich auch nicht unbedingt aus. Ein Jammer. So mancher auf dem blauen Planeten landende Außerirdische zeigte sich frustriert.

Aber wie dem auch war. In ihrem kleinen Mikrokosmos, sprich: auf ihrem heimatlichen Globus Erde, da glaubten sie die Besten zu sein. Aber manchmal kommt es eben anders, als man denkt und so, naja.

Aufgrund dessen, daß alles so einfach ist, daß es nicht einmal Regeln gibt, die es einzuhalten gilt, weil Elektronengehirne sowieso nur nach geradlinigen, streng logisch organisierten Programmen arbeiten und jede unsinnige Handlung im Ansatz eliminieren, hat man auch keine Angst vor inneren Feinden. Bloß eine technische Panne, zum Beispiel, wenn das hologrammische Bildnis seines Lieblingroboters (VM938) in der Mitte seiner Behausung sich entschließen sollte, in sich zusammenzufallen und mit einem letzten Aufflackern seiner Energie die feinen elektronischen Vorgänge, die sich in ihm abspielen, zu irritieren. Natürlich kann auch ein plötzlich auftretender Sonnensturm die zahlreichen Geräte auf der Erdoberfläche stören und so eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellen, wenn man nicht rechtzeitig darauf vorbereitet ist.

Aber gerade gestern wurde offiziell mitgeteilt, daß man auch für dieses kleine Problem eine befriedigende Lösung gefunden hat. Eine riesige beinahe durchsichtige Abschirmung soll demnächst im Weltraum installiert werden, sodaß die jeweils der Sonne zugewandte Hälfte der Erdkugel vor deren agressiven Strahlung geschützt werden kann und nur harmlose die Planetenoberfläche erreicht. Es ist geplant, daß man mit einer der nächsten Raketen einen besonderen Sateliten ins All schickt. Dieser soll dort eine stabile Umlaufbahn um die Erde einschlagen, danach würden sich spinnenartig dünne Metallstangen von etlichen Kilometern Länge entfalten. Wie ein neuer Stern würde dieses Gebilde stolz am Himmel stehen und mittels Elektromotoren die kleine Seilwinden entlang dieser Stangen betreiben und von kleinen Sonnenkollektoren angetrieben, zöge man eine störstrahlabweisende, durchsichtige Kunststoffbahn auf. Dieses filigrane spinnenartige Gebilde würde ständig von kleineren Hilfssateliten umkreist werden, die mit Laserwaffen bestückt, kleinere und größere Fremdkörper, die so durch den luftleeren Raum schwirrten, und eine potentielle Gefahr für das sensible Gebilde darstellen könnten, in winzigste Teile zerlegen sollten, sodaß das feine Kunststoffgewebe nicht zerrissen werden konnte.

Ansonsten gibt es nicht viel, was einem aus der Fassung bringen könnte und wenn doch will er derzeit nicht sein Elektronengehirn damit belästigen. Denn Probleme soll man nur dann lösen, wenn welche vorhanden sind – aber dann mit einer Schnelligkeit, die die anderen Gefährten von ihm nicht verblüffen würde, weil sie auch nicht langsamer sind.

Er ist fest davon überzeugt, mit der Wohnungseinrichtung wirklich einen guten Geschmack zu treffen. An jeder Wand ist eine kleine, mit kunstvoll geschwungenen Leiterbahnen verzierte Steckdose eingelassen, sodaß man jederzeit einen kleinen Happen Strom zu sich nehmen kann - für den Hunger zwischendurch sozusagen. Ein Modulation-Demodulations-Gerät versorgt ihn mit nostalgischen, menschlich angehauchten Lauten, die früher Gesang genannt wurden („Mensch, der. Lebewesen der Art Homo sapiens und für einige weitere Spezies, die in der Evolution vor dem Homo sapiens auftraten, siehe auch ‚Evolution des Menschen', Mitte des 4 Jahrtausends endgültig ausgestorben). Ja, er ist ein Fan dieser antiquiert anmutenden sprachähnlichen Wiedergabe.

Aber damit ist er nicht allein. Früher vor ein paar Jahrtausenden, da konnte man den Trend verfolgen, damals als noch die Vorfahren der Roboter – Erdbewohner aus Fleisch und Blut – diese Welt bevölkerten, ging man dazu über, in die Musik immer mehr Technik und elektronische Effekte zu implementieren. Dieser Trend ging schlußendlich so weit, daß gegen Ende des 3. Jahrtausends nur mehr Computermusik zu hören war. Aber zu dieser Zeit, als alle biologischen Lebensformen schon beinahe am Verschwinden waren und seine wirklichen Vorfahren erfolgreich ihr Dasein fristeten, entdeckte man langsam wieder menschliche Klänge zur Verwöhnung eines jeden Zentralprozessors. Natürlich waren diese Lieder, so nannte man die Aufeinanderfolge von Tönen, die mit teilweise sinnlosen Wortzusammensetzungen, die meistens vom gegengeschlechtlichen Wesen handelten, durchsetzt waren, nur mehr aus der Retorte, sprich aus antiquarischen CD's oder Atomspeicherplatten. Aber die fortschreitende technische Entwicklung ermöglichte bald die künstliche Herstellung solchen Liedgutes.

Beschwingt durch solche morgendlichen Klänge, vermitteln die Glücksrezessoren ein Wohlbefinden, sodaß der Tag unbeschwert begonnen werden kann.

Obwohl er heute zur nicht immer als angenehm zu definierenden Wissensvermittlungsstelle muß, so wie eigentlich jeden Tag für ein paar Stunden, empfinden seine Rezessoren gute Laune. Naja, der Meister bemüht sich, den Unterricht immer so spannend wie möglich zu gestalten.

Sicher, vor ein paar Jahrhunderten, er glaubt, ungefähr bis Anfang des 4. Jahrtausend wurde ihnen das Wissen mittels elektronischer Datenleitungen, die direkt an sie angeschlossen worden sind, verabreicht. Aber dieses starre, sterile System gab man dann wieder auf, weil man die Flexibilität und somit die Chance der evolutionären, kreativen Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz, die damals in künstlerische Fähigkeit umbenannt wurde, fördern wollte. Das Experiment gelang größtenteils, zumindest meinten sie das in ihrer Überheblichkeit, das heißt diese Vorgangsweise bewährte sich ihrer Meinung nach auch und so wurden Leistungen möglich, die den Robotern jeglichen Komfort in Reichweite brachten und zu guter Letzt auch die Herrschaft über das heimatliche Sonnensystem bescherte (allerdings herrscht, wie bereits weiter oben erwähnt, offensichtlich sowieso kein besonderes Gerangel darum).

Aber das stellt für RTX717 nur eine klitzekleine Nebensache dar. Für ihn zählt hauptsächlich sein elektronischer Mikrokosmos, so wie für die anderen Roboter wohl auch. Die globalen und interstellaren, geistigen Zusammenhänge werden sowieso von höherer Stelle aus gesteuert. LEDA ihr oberster Bestimmer und ‚guter, uneigennütziger, repressiver Untergebenenförderer', seit neuesten auch kurz GURU, genannt.

Nachdem er seine Morgentoilette gemacht hat, sprich seine Facettenaugen gereinigt, kurz über seinen Metallkörper mit einer Reinigungsflüssigkeit drübergewischt und seine Gelenke mit Öl geschmiert hat, gleitet er mit in den Boden eingelassenen Förderbändern zur Wissensvermittlungsstelle. Er kommt aus seinem Betonhaus raus. Links nicht Wüste aber von früher her verbrannte Erde, als die Sonne noch Strahlen durch die dicke Wolkendecke fand. Rechts bietet sich ihm das gleiche Bild. Also alles in Ordnung. Er gleitet weiter. Teilweise bewegen sich er und seine Artgenossen mittels Rollen weiter, die an seinem unteren Ende angebracht sind. Oft aber auch benützt man die sich ständig weiterbewegenden Förderbänder, die überall in den Boden eingelassen worden sind, um eigene Energie zu sparen. Je nach Laune und noch gespeichertem Vorrat an elektrischem Strom in der Batterie. Schließlich erreicht er die Halle, deren Tore jetzt noch offen sind, aber bald geschlossen werden würden. Nämlich in exakt 23 Sekunden. Einige hundert andere Roboter warten bereits. Er scheint heute einer der letzten zu sein. Macht aber nichts, denn ein paar Sekunden vor Beginn der Lektion ist auch noch rechtzeitig.

Eine Sirene ertönt und die Öffnung schließt sich.

"Guten morgen allerseits. Alles Roger heute?"

"Ja, Meister!"

"Wollt ihr die Geschichte hören, warum gerade wir heute hier sind und die Wunder dieser Welt genießen dürfen?"

"Ja, Meister!"

Natürlich sprechen sie nicht in menschlicher Sprache miteinander. Wer das glaubt, liegt falsch. Denn dieser umständliche Weg wird für die tägliche Zusammenarbeit nicht mehr bestritten. Vielmehr verständigt man sich mittels elektromagnetischer Wellen, die in ihren Feinheiten so weit variiert werden können, sodaß man einen viel größeren „Wortschatz“ zur Verfügung hat.

Natürlich kann jeder der Roboter hören und sprechen. Denn erstens verständigte man sich in für sie prähistorischen Zeiten doch noch auf diese umständliche Weise, einfach hervorgerufen dadurch, daß die metallenen Wesen ja von Menschenhand geschaffen worden waren und diese sich keine andere vernünftige Kommunikationsform vorstellen konnten als die sprachliche Wiedergabe, andererseits ist man bestrebt, flexibel zu bleiben, um sich eventuell mit unerwarteten Besuchern aus den All verständigen zu können, die diese Art der Kommunikation noch in ihrer aktuellen Entwicklungsstufe beinhalten. Zu guter letzt ist gerade die menschliche Sprache und der Gesang für sie ein Konsumationsvergnügen auf das sie, eben weil sie es nicht benötigen, auf keinen Fall verzichten wollen. Einfach so. Just for fun.

"Gut, meine Lieben, dann drehen wir das Rad der Geschichte ungefähr 5000 Jahre zurück. Ich weiß, so eine Zeitspanne ist für euch wohl schwer vorstellbar. Obwohl eure Lebensdauer mit ungefähr 300 Jahren festgelegt wurde, damit erste Matrialermüdungen eurer Schaltkreise und künstlichen Gelenke gar nicht erst die Möglichkeit geboten wird, Beschwerden zu verursachen und euer geniales Denken auch nur im geringsten zu beeinflussen fähig sind.

Wie dem auch ist, damals, vor dieser unvorstellbar lang zurückliegenden Zeit, als noch, stellt euch das bloß vor, echtes biologisch strukturiertes, grünes Gras wuchs, hie und da bunte Blüten die Landschaft verwirrten, vereinzelt Wälder noch Sauerstoff erzeugten und - man mag es fast nicht glauben - organische Wesen aus Fleisch und Blut, Knochen und nicht aus elektronischen Bauteilen bestehender Gehirnmasse noch vereinzelt glaubten, die Welt einmal beherrschen zu können, da trug sich folgende Begebenheit zu, die die weitere Entwicklung unserer Heimaterde zwar nicht in die falsche Richtung gezwungen hätte, aber dennoch aufzeigt, welche potentielle Gefahr hätte heraufbeschworen werden können. Falls damals ein umfangreiches Umdenken von den Menschen stattgefunden hätte, wäre eventuell die Natur in ihrer herkömmlichen Form gerettet worden. Nicht auszudenken, was da passiert wäre. Giftiger Sauerstoff hätte die eisernen Bestandteile unserers Körpers zerfressen können. Fruchtbarer Boden hätte weiterhin neues organisches Leben hervorgebracht und gefördert. Niemals wäre uns die Chance gegeben worden, uns auf unserer Heimaterde auf diese spezielle Art, wie wir es eben erfolgreich getan haben, zu etablieren. Nicht, daß unsere auf Kohlenstoff bassierenden Vorgänger alle schlechten Charakters gewesen wären. Nicht, daß sie keineswegs etwas Gutes hätten schaffen wollen, denn in gewisser Weise ersonnen sie ja uns, oder zumindest unsere einfacheren Vorgängermodelle. Ja, eigentlich legten sie den Grundstein für eine imposante Entwicklung, die den Lauf der Geschichte unseres Heimatplaneten in eine neue Richtung dirigierte. Jedoch das Schicksal zeigte uns den richtigen Weg, sodaß diese ungünstige Fügung, nämlich das Überleben von organischem Leben nicht eintreten konnte und das zum Wohle dieses Planeten, des Universums und zu guter letzt, das darf man nicht vergessen, auch für uns.“

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