Die Tage ziehen dahin, im unfreiwilligen Kreis der Melancholie
Klanglos, farblos - nie hektisch oder neckisch
Wie eine blassblaue Lawine aus Tränensturzbächen
Im Gemisch des Tannenduftes und im Rosenschwarz
So mögen vielleicht Wölfe leben
So mögen wir im Leben gehen
Aber wer geht mit ins Leben?
So verschwendet des Tages süßer Wolkenschaum
Die Stunden, Sekunden - Elends getreuer Diener
Heißt es hier nur noch im beackerten Felde
Zermürbend
Erzürnt
Entmutigt
Entwirrt?
Kaum noch tragbar, die Bürde eines nutzlosen Augenblicks
Aber unvorstellbar, des Augenblickes großer Unnutz
Im Schlafschein gefangen
Im Traumland gehangen
Mit Flüssen aus purpurnen Gedanken
Entschwanden – alle mir so lieb gewordenen Märchenlandschaften
Übernachtet
Dunkle Ringe unterm Tanz der doppelten Pupillen
Vom plazieren alter Gewohnheiten aufs Papier
So sitz ich hier
Ganz unfreiwillig im Kreis der Melancholie
Und nur für Sie
Für die Tränensturzbäche die mich in den Traum geleiten ...
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