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Aus den Memoiren der Miriam Braun

Kein Rambo mit Muskelpaket und Patronengürtel
Auch kein blonder Student mit Kinderaugen und Babyhaut. Nicht die langen Beine der Wohlstandskinder nein danke!
In schlechten Zeiten geboren oder aufgewachsen ist er und erst im reifen Alter zu Bauch gekommen. Er ist ganz Konzentration keine Bewegung zuviel. Die Hände pflanzen ab und zu eine Geste, die Stimme vibriert, doch das Gesicht rührt sich nicht. Nie bettelt er um Liebe und nie lacht er über den eigenen Witz. Über der großen und gern etwas großporigen Nase die kleine, blitzende Brille und in dem unbewegten Gesicht die Augen des Jägers, dem nichts entgeht. Die Augen machen mich FÜHLEN, dass ich keinen BH drunter anhabe.
Sein Blick wandert tiefer. Und ich möchte flüstern:
"Gib acht du machst dir die Brille nass!"

Haare
Meine Hauswirtin hat einen Mann gesehen und meint: Der von letzter Woche sah aber netter aus.
Ich strahle: Das war DERSELBE! Aber heute hatte er die Haare geschnitten. Da sah man deren Spärlichkeit deutlicher.
Geschorene Nazi-Glatzen mag ich nicht. Eine feine Flocke aus trockenen graubraunen Haaren, die bei Wind über einer Kahlstelle schwebt die find ich so rührend! Aber schulterlanges Haar oder gar Pferdeschwanz sollten die alten Kampfgefährten nicht mehr tragen, wenn oben das Haar sich lichtet.
Meine Hauswirtin mag nur Männer mit vollem Haar. Ich sage: Beim Mann über fünfzig ist volles Haar aber kein gutes Zeichen hinsichtlich des Hormonhaushalts.
Meine Hauswirtin meint, ein gut aussehender Mann, der mit ihr redet und ausgeht, wäre schon schön. Aber Hormone? Iiihhh! Nein, damit soll er ihr vom Leib bleiben.
Haarwasser nützt auch nicht viel für den Haarwuchs.
Ich habe es ausprobiert. Nein, nicht auf dem Kopf!
Ich sehe da unten aus wie ein abgeschabter Teddybär. Ich meine das sah von Natur schon so aus, schon vorher. Also kann ich doch einem Mann seine Glatze nicht vorwerfen, oder?

Er kommt in zehn Minuten
Nein ich meine nicht, dass er in zehn Minuten kommt in dem Sinn, dass der Mann dann fertig ist! Sondern dass er in zehn Minuten HIER ist. Dabei ist er doch donnerstags noch nie gekommen! Jedenfalls dieses Jahr nicht man hat so seine Statistik.
Er kann halt nur kurz telefonieren und nicht überall Geisteswissenschaftler seiner Generation haben noch kein Handy und außerdem, fürchte ich, bringt gerade die Plötzlichkeit ihm manchmal einen Kick, den längerfristige Planung nicht bringen kann.
Zehn Minuten!!! Was tun?
Heizung einschalten (denn diese geizige Hauswirtin macht im April die Heizung aus)
bisschen Rosenwasser auf die Heizung
Suppentassen schupps unter das Bett
Schreibcomputer aus? Nein, Bildschirmschoner genügt; die alte Mühle braucht mir sonst jetzt zuviel Zeremoniell zum Speichern
Schlabber-Klamotten aus, Duschzeug her, Bärchen waschen! Das übrige kann man so lassen. Und was nun anziehen? Den Schafpelz, sonst nichts. Mund spülen, Augen nachziehen. Lippenstift hat jetzt keinen Zweck, denn ich brauche unbedingt noch einen Pulverkaffee. (Extrem niedriger Blutdruck hindert eine Frau, im Unterschied zum Mann, nicht am ersten Orgasmus aber bei meinem zweiten oder dritten, da breche ich ohne Kaffee einfach zusammen. Zum Glück mag er blasse Frauen.)
Halbleere Kaffeetasse absetzen. Am Fenster gucken. Mit den Fingerspitzen über die Brustwarzen gehen.
Probeweise von einem Fuß auf den anderen treten. Ahhh, wie qualvoll dabei die prallen, feuchten Wände sich aneinander reiben! Da muss er was dagegen unternehmen. Ob er keinen Parkplatz gefunden hat?
WANN KOMMT ER ENDLICH???

Der Philosoph
Ich mag es, wenn ein Mann mir geistig überlegen ist.
Wie ich das aushalte, die Überlegenheit eines Mannes?
Diese Belehrungen über Politik, Literatur, Philosophie?
Da gibt es ein einfaches Mittel. Wenn ein Mann eine Rede hält, stelle ich ihn mir vor. Die Brille. Die Socken.... Stimmt, viele Männer tragen hässliche, unpassende Socken. Aber wie weiter?
Gar nichts weiter. Er hat schwarze Socken an, Brille und sonst nichts.
Auch wenn er nicht mehr vergisst, die Brille abzusetzen da dafür: Sie ist das letzte, was er auszieht und das erste, was er wieder anzieht. Er braucht seine Brille. Vorher, um die Frau zu beobachten. Er ist ein Augenmensch, und wer weiß, wie oft im Leben er solches noch zu sehen bekommt. Und hinterher, wie er so da liegt, braucht er die Brille, um ein Papiertaschentuch aufzuschütteln und über Nase und Bauch hinweg skeptisch nach seinem feuchten, vergänglichen Werkzeug zu blicken.

Mit allen Wassern gewaschen
Papiertaschentuch? Ja, duscht der denn hinterher nicht?
Also, ihr jungen Leute, ihr fanatischen Wasserverbraucher und Frotteetuch-nach-einem-Mal-in-die-Wäsche-Werfer:
Nein, ich rede jetzt nicht von Warmduschern. Ich unterscheide vielmehr
Leute, die vorher duschen
Leute, die hinterher duschen
und Leute, die zweimal duschen.
Vorher duschen und Zähne putzen, doch, das muss sein, wenn man verliebt ist. Man möchte schließlich den besten Eindruck machen, oder? Er nimmt so viel Duschgel oder was weiß ich für ein Männerzeug dass ich noch Stunden danach hin und wieder verträumt den Kopf schüttele, denn dann entweicht aus meinem Haar dieser Duft und wird schnupperbar... Aber etwas vergisst er regelmäßig vorher zu reinigen.
Etwa die Vorhaut? Iiiihhh!!!
Nein! Die Hände.
???
Nun, er erledigt ja noch alles mögliche, bevor er zu mir kommt. Einmal kam er an einer Streuobstwiese vorbei. Man muss die Früchte pflücken wie sie fallen, oder so ähnlich. Ihm entgeht nichts. Das ist es ja, was ich so mag an ihm. Aber auf herrenlosen Herbstfrüchten muss irgend etwas sitzen Bakterien oder Pilzsporen, was weiß ich noch tagelang hats mich hinterher da gekratzt.
Ich konnte doch nicht sagen: Wasch dir vorher die Hände!
Aber dass er sich hinterher nicht die Hände wäscht das ehrt ihn. Und ehrt mich.
Ich glaube, besonders gern gibt er danach seinem politischen Gegner die Hand. Meine Hauswirtin misst ja Männer und Frauen mit zweierlei Maß. Sie meint, Männer müssten vor allem vorher duschen und Frauen vor allem hinterher. Dieses schleimige Zeug iiihhh!
Ich antworte milde: Beim Mann über fünfzig ist es nicht mehr so viel.

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