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Es waren die Augen

"Du mußt verrückt sein," war Ellis Kommentar gewesen, und ich konnte es ihr nicht verübeln. Wer tritt schon solch eine Reise nur wegen ein paar blauer Augen an. Aber ihre Spitzen ließ ich nicht auf ihm sitzen. Er entsprach zwar keinem gängigen Ideal, aber er sah gut aus. Für mich sah er gut aus. - Außerdem findet Erotik im Kopf statt.
Als er die Restauranttür öffnete, war soviel in meinem Kopf los, daß dafür gar kein Platz war. Die Ruhe, - wie er die Zigarettenschachtel öffnete, das Papier langsam zerknüllte. . . Damals machte sie mich noch nervös. Als er mir anbot, tauchte ich vorsichtig in den tiefblauen Ozean. Bei dieser ersten Begegnung fühlte ich mich wie eine Schatzsucherin, die die Kombination für das Schloß sucht, noch bevor sie wußte, wo die Truhe lag.

Was sollte ich erwarten? Ich kam hier angeschneit mit einem Minimum an Information, aus dem meine Fantasie gesponnen war. Wäre da nicht dieser Blick gewesen. - Ja, die Augen. Es waren die Augen. Von Anfang an waren es es die Augen gewesen. Ich konnte es mir nicht erklären. Sie waren unglaublich vertraut. An unser Gespräch kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an die Pausen. Ich füchtete, er könnte mein Herz klopfen hören.

Wir trafen uns häufig. Meistens kurz. Lange genug, um meiner Fantasie neue Nahrung zu geben. Bei ihm dachte ich oft ans Wasser. Mir war, als wandelte ich mich durch ihn zum Meereswesen. Er machte mich zur Undine, lehrte mich, Widerständen mit Eleganz zu begegnen. Es geschah ohne Eile. Ich mochte die Ruhe. Ich mochte sein Lachen. Die Augen liebte ich von mal zu mal mehr. Und eigentlich war es aufregend, sein Geheimnis am Grund nur durchschimmern zu sehn.

An einem Morgen holte er mich ab.
"Nun, wohin entführst du mich?"
"Laß dich überraschen. . . "

Während der Fahrt sprachen wir kaum und ich genoß, daß Schweigen so angenehm sein konnte. Oben auf dem flimmernden Lavaplateau hielt er so, daß wir auf Meer und Berge blickten.

"Schau, drüben liegt Südamerika. Es war früher der Weg in die neue Welt. . . Und was dort rausschaut, ist die Deseada."
"Deseada?- "
"Ja. Die Erwünschte. Sieh sie dir genau an. "
Seine Hände zeichneten die Form nach. Dann fragte er: - "Befriedigst du dich eigentlich gerne selbst?"

Meine Antwort war "Ja" und ich wunderte mich wie klar und direkt es kam. Der kurze Moment, den er mich danach anschaute, erinnerte mich wieder an das Foto. Elli hatte es vor Monaten aufgenommen, ohne auch nur zu ahnen, damit den ersten Strang geknüpft zu haben. Im Moment befand ich mich in Schwindel erregender Höhe, spürte das wankende Hängegeflecht unter den Füßen und war froh nicht zu wissen, wo es hinführte.

Es war verrückt. Alles ver - rückte, rückte von dem ab, was ich bis dahin für meine Persönlichkeit gehalten hatte.
Es geschah in dem Moment, als ich meine nackten Füße ans Armaturenbrett legte. Ich beobachtete mich dabei, beobachtete, wie diese Frau, die ich selbst war, ihr Kleid nach oben schob. Ich beobachtete die schlanken Hände, wie sie entschlossenen den rasierten Hügel freilegten. Von der sonnengebräunten Haut hob sich das kahle Dreieck geradezu leuchtend ab. So strahlend, so hell, so ästhetisch, daß man es schön finden mußte. Meine Hände streichelten die Innenseiten der Schenkel und ich dachte dabei an den Weg in die neue Welt. Was ich hier tat, war vielleicht nicht normal, - aber . . . Vielleicht war ich deshalb gekommen?. . . Über die weiße Düne zum Meer. Und irgendwann würde ich eintauchen.

Ohne aufzuhören schaute ich zu ihm hin. Er lächelte und nickte wieder. Dann sagte er leise: "Es ist schön. Ich mag es."
Ich rutschte tiefer, den Kopf angelehnt schloß die Augen und wußte, er schaute mir zu. Er schaute genau hin, wie meine Hand sich tiefer bewegte. Ich tat etwas, an das ich im Traum nicht gedacht hätte, nur weil er da war. Er war da und begleitete mich auf dem Weg zu verborgenen Schätzen. Meine Finger fanden die Perle, umrundeten sie sanft . Er würde nichts tun, würde mir weiter zusehen und warten. . . Wenn geschehen lassen auf jemanden paßte, dann auf ihn. Er wartete. Vielleicht erwartete er doch etwas? Vielleicht erwartete er. . . Sollte oder wollte ich?

Seine Hand legte sich warm auf meinen Schenkel. Ruhig und warm vertrieb sie den Dämon. Irgendwo aus dem Meer hörte ich ein Flüstern und atmete durch. Doch, es sollte sein, mußte sogar so sein. Deshalb war ich gekommen. Als sich seine Hand behutsam löste, hielt ich sie fest. "Bleib da!" Meine rechte Hand bewegte sich weiter und während sie spielte wurde ich leicht. Es puckerte. Ich legte die Hand auf die Muschel und lauschte. Das aufgeregte Puckern beruhigte sich, wurde zu festerem, stetem Pochen. Es pochte und pochte. . . Der Puls zwischen den Schenkeln pochte mir bis in den Kopf. Es hatte mit nichts zu tun, was ich kannte, war eher innere als äußere Erregung. Es war schön.

Ich ließ meine Hand liegen, ließ mich treiben, lauschte dem Meer und drückte seine Hand. Leise begann er zu sprechen. Ob zu mir oder ihr? Sie verstand. Durstig sog sie die Worte ein. Er bewunderte sie, gab ihr schöne Namen. Sie genoß. Jedesmal wenn er sagte, wie schön sie sei, seufzte sie auf. Sie genoß und war glücklich. Dabei öffnete sie sachte ihre feuchten Lippen, forderte: Weiter, noch mehr. Die Verständigung zwischen ihm und ihr entzog sich meiner Kontrolle. Und ich ließ sie machen. Einzige körperliche Verbindung waren unsere Hände. Die eigentliche Berührung fand woanders statt. Ich lauschte dem Puls, seinen Worten. Er lauschte ihr.
Ihm gefiel das Spiel mit den Worten. Ihm gefiel, daß es ihr gefiel. Er wagte sich vor. So weit ,daß sie vor Schreck zusammenzuckte. Ich wußte nicht, was ich denken sollte. Doch unter meiner Hand spürte ich das Jagen. Der Puls überschlug sich beinahe. Er trieb an, suchte ein Ziel. In meinem Kopf hämmerte es und ich tat nichts. Nichts als lauschen- dem Puls und den Worten. Das Foto hatte es mir versprochen. Es hatte mir schon damals davon erzählt. Seine Hand hielt ich fest. Als er sich über mich beugte, öffnete ich die Augen und tauchte in seinen klaren Ozean.

"Sprich weiter. Ich mag es - sogar die Worte, die gar nicht zu dir passen."
"Das weiß ich. . . "
"Dann sag sie nochmal. "
Und er sagte es wieder. Ich beobachtete mich, beobachtete mich wie eine Außenstehende. Ich war stolz die Hürde zu nehmen, war stolz geschehen zu lassen.
"Sags nochmal. "
Und er sagte es wieder. Er nannte sie hübsche Fotze, schöne Fotze, geile Fotze - nannte sie Fotze. Es klang wie ein magisches Wort. Es war ein Kompliment. Ich las es in den Augen, spürte es an der Hand und hörte es an der Stimme.
"Sags nochmal. Sags immerwieder. Ich will es hören." Ich wollte wirklich. Sie wollte auch. Es war die perfekte Verständigung zwischen ihm und ihr. Sie reagierte von allein. Reagierte auf etwas, das mir genausowenig erklären konnte, wie dieses Klopfen im Kopf. Meine Hand lag auf dem kahlen Hügel. Ich ließ geschehen und es geschah.
Es geschah ohne Berührung. Über die weiße Düne zum Meer.
Die Flut kam von weit her. Fast lautlos rollte sie an.
Ich ließ es geschehen. Langsame rhythmische Wellen, deren Kräfte im Nichtbegreifbaren lagen.
Ich lauschte den Hüterinnen des Ozeans, las es in seinen Augen.
Hauchfeiner Schleier der Ewigkeit. Ich ließ mich tragen, ließ es fliessen. Es trug mich sachte, unendlich sachte . . .
Über die weiße Düne zu mir.

Danach schauten wir beide schweigend aufs Meer.

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