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Philipp Schaffer

Simpel

Eins.
Alles.
Fröhlichkeit überrascht mich. Mit liebevollen Fingern streichelt sie mir durch`s Haar.
Die Stille in mir will still sein.
Die Zufriedenheit in mir will Festigkeit.
Raus aber will ich.
Hinaus aus mir, aus Stillstand, aus Schweigen.
Doch mit festem Griff zieht mich die Ruhe wieder hinunter.
Ich bin mir selbst ein Rätsel.
Vorher wusste ich so genau, bald ist es vergessen.
Träumen will ich, ja.
Ich will nicht die Wirklichkeit.

Ich kenne den Sinn nicht.
Ich kenne den Grund des Wesens nicht.
Ich weiss nicht, weshalb der Ahorn seine Samen kreisen lässt.
Ich weiss nicht einmal, warum ich hier bin.

Leben. Ich lebe. Seit ich geboren wurde. Vielleicht wollte ich das gar nicht. Mein Bewusstsein gaukelt mir vor, ich hätte eine Wahl.
Ich lebe. Trotz meines Trotzes.
Kann lachen, weinen, lieben, töten.
Und dennoch kenne ich den Grund für all diese Dinge nicht, die ich tue.
Muss ich denn?
Wieso sollte ich überhaupt?
Vielleicht gibt es gar keinen Grund.
Allein: Alle reden von Sinn und Unsinn. Nur ich weiss nicht, was sie damit meinen.

Ich monologiesiere vor mich hin. Mit dem Papier und dem Schreibstift gestalte ich.
Welche Gestalt?
Wer gestaltet? Ich oder der Stift. Oder gar das Papier.
Ich will gar keinen Sinn sehen.
Weshalb auch?
Ich will nur leben.
Was ist Leben?

Nirgends ist überall.
So weise ist der Stein. So weise ist das Blatt. Und dennoch können sie mir in meinen Zweifeln nicht helfen.
Sie sind eben nur.
Sollte ich es etwa auch so tun?
Nur sein?

Und letztlich lese ich doch nur selbst, was meine Hand, mein Herz, mein Bauch, mein Kopf aus mir herausgeholt haben.
Wer sollte sich dafür interessieren.
Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich nur sein sollte.
Im Sein gibt es kein Wollen mehr, kein Erreichen, keinen Besitz, keinen Ehrgeiz.
Nichts, was einen dazu verleiten könnte, nicht zu sein.
Simpel, nicht.

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