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Leopoldine Schrappeneder

Ich sehe das Antlitz eines Morgens(Angesicht)

Munter werden mit starren, steifen Gelenken, Schmerzen durch mein überfülltes Stoma.

Die ersten Minuten sind die schwersten.

Doch dann kommen die schönsten Stunden des Tages.

Ich öffne das Fenster und höre, die erste Amsel singt ihr Morgenlied, langsam färbt die Sonne den Himmel zartrosa.

Nach und nach wachen die ersten Meisen auf, einige Rabenvögel kommen in unseren Hof und manchmal macht auch ein Wildentenpaar für einige Stunden Rast bei uns.

Eine Zeitlang bleibe ich beim geöffneten Fenster stehen, atme tief durch und lausche beglückt den Vogelstimmen.

Kurz danach stelle ich den Kaffe auf und setze mich zum Tisch um einige Zeile zu lesen oder zu schreiben und warte.

Am Blumenkisterl vor dem Fenster ist vom Winter noch eine Meisenkugel übriggeblieben. Ich habe sie draußen gelassen, vielleicht wird sie noch gewürdigt, obwohl die Meisen bestimmt schon genug Futter finden.

Der Kaffee ist fertig, Kipferl dazu, entspannt zurücklehnen, mit offenen Augen noch ein wenig träumen.

Plötzlich höre ich ganz nah das Gezwitscher von Meisen.

Vorsichtig, damit ich sie nicht verschrecke, aber alles gut sehe, drehe ich den Kopf, blicke durch den dünnen Vorhang.

Herrlich, ich kann wirklich zwei Meisen bei der Futterkugel sehen!

Ich sitze nur kurz entfernt!

Sie wissen ich bin da, ab und zu blicken sie auf mich und da ich ruhig sitze, fühlen sie sich nicht gestört.

Ich bin ein Teil der Natur, auch in der dicht verbauten Stadt, wo nur wenig Pflanzen Platz haben.

Langsam werden auch andere Menschen munter, ihr Arbeitstag beginnt.

Nach und nach werden die Stimmen der Natur vom Stadtlärm übertönt.

Der Zauber meiner Morgenstunden entschwindet langsam.

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