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Leo Hochedlinger

Warten auf das Ende der Nacht!

Im Zimmer war es dunkel,
man konnte kaum die eigene Hand
vor Augen sehen,
da schien es mir
als wenn eine Elfe oder
irgendetwas
durch den Raum schwebte.
Ich stand sofort auf, machte Licht,
doch es war nur
ein weggeworfener Zigarettenstummel, er lag vor mir
auf dem Lanolinboden
und war gerade dabei, einen Zimmerbrand zu verursachen,
also hob ich ihn auf und drückte ihn
ihm Aschenbecher aus.

Warten auf das Ende
der Nacht!
Gegen zwei Uhr morgens gehen meine Zigaretten zur Neige
und das Bier schmeckt schön langsam
nach Arbeit.
Im Radio bringen sie
irgendetwas von den Stones,
während vor meinem Fenster
ein Taxi anhält und sich der Fahrer mit ein paar Besoffenen herumstreitet.
Ich starre noch ein paar Stunden die Wände an, gehe schließlich zum Kühlschrank um mir ein paar Frühstücksbrote zu schmieren,
und meine Sachen für die Arbeit
vorzubereiten.
Warten auf das Ende
der Nacht!
Punkt 5.15 h morgens, stehe ich bereits an meiner Maschine, erledige routinemäßig
meinen Job, Stunde für Stunde. Ich erhalte Arbeitsanweisungen
von leeren Gesichtern, Reklamationen von wichtigen Gestalten,
Nebensächlichkeiten, Aggressionen und Hass von Menschen damit sie sich besser fühlen.
Endlich geht auch dieser Tag vorüber.
Als ich meine Stempelkarte in die Stechuhr drücke, drehe ich mich um:
Nein, die Nacht ist noch nicht
vorbei!

Das Warten hat
kein Ende, die Gesichter die mich anstarren
wissen es. Es ist
wie ein Urteil, der Spruch lautet
Leben und die Strafe lebenslang, doch wer weiß vielleicht ist alles nur ein böser Traum
Und in meiner Unwissenheit habe ich in dieser Nacht eine Elfe in meinem Aschenbecher umgebracht!

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