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Leo Hochedlinger

Die Wahrheit, der Tod und ich

Sperrstunde, die Stühle werden hochgestellt, die Bar ist geschlossen. Ein besoffener Kellner sinniert noch über den Sinn des Lebens,
während deine letzte Chance
auf einen geregeltes Sexualleben
plötzlich einen Migräneanfall bekommt und das Weite sucht!
Alles wie gehabt!

Was soll da noch groß passieren?
Im Normalfall gehst du nach Hause.
Du gehst nach Hause, zu Frau
und Kind, zu deinem Hund,
deiner Katze oder Mutter
oder wem sonst auch. Scheißegal!
Schläfst deinen Rausch aus,
und der Abend ist gelaufen.

Im Normalfall, nur ist der Fall
eben etwas für »Normale«.
Also blieb ich sitzen.
Ich bestellte noch ein Bier,
und zu meiner Überraschung
bekam ich auch noch eines.
Ich trank es runter, ging kotzen
und bestellte das nächste.

»Das Bier geht auf die Rechnung
der Herrschaften in der Nische, «
sagte der Typ hinter der Bar zu mir.
Ich drehte mich um, prostete den
beiden Gestalten in der Nische zu
und leerte das Glas auf einen Zug.
»Noch eines, «sagte ich zum Barmann.
Er sah kurz in die Nische, nickte
und schon kam das nächste Bier
auf mich zu.

Ich griff um das Glas, doch der Typ
ließ nicht los.
»Trinken kann ich alleine, « sagte ich zu ihm, »Danke. «
»Moment, die Herrschaften bezahlen
das Bier, wenn Sie sich zu ihnen setzen. «
»Kein Problem! Wenn du endlich das Glas loslässt. «

Ich stand auf und ging rüber.
Ein junger Kerl, Anfang 20, saß dort.
Und ihm gegenüber eine Frau die seine Mutter sein konnte.
Gerade als ich mich vorstellen wollte,
nannte mich der junge Typ beim Vornamen. Die ältere Frau tat es ihm gleich und fragte mich ob ich mich nicht zu ihr setzten wollte.

»Woher kennt ihr mich, « fragte ich die beiden?
»Und wer zum Teufel seit ihr überhaupt? «
Die ältere Frau sah mich an, zündete sich eine Zigarretee an und sagte, »Du kennst uns doch, der junge Herr im Anzug ist der Tod und ich bin die Wahrheit, nur mit mir nimmst du es ja nicht so genau. «
»Sie ist heute etwas zickig, « sagte der Tod zu mir. »In letzter Zeit haben sie zu viele abblitzen lassen. Aber Spaß können auch wir zwei haben, wenn du willst! «

»Wir zwei sehen uns noch früh genug, «
sagte ich zu ihm. »Und was den Spaß dabei betrifft, freu dich nur nicht zu früh. «
»Genau, «sagte die Wahrheit zu ihm,
»mit dir versaut man doch nur seine Abende, siehst ja schon aus wie ein Yuppie! Sie zu, dass du dich verabschiedest. «

»Na dann, «sagte der Tod,
»da haben sich wohl zwei gefunden.
Ich hätte heute abend sowieso keine Zeit
Muss noch etwas erledigen.
Ein paar Freaks auf der Autobahn, ihr versteht. «
Er stand auf, sah mich an und sagte, »wir sehen uns noch. «
»Hat keine Eile, «antwortete ich.
Und er ging.

Sie stand auf, ging zum Barmann und ließ sich die Schlüssel für das Hinterzimmer geben.
»Was ist los, «fragte sie mich.
»Kommst du oder nicht? «
Ich trank mein Bier aus, winkte dem Typen
hinter der Bar und ließ mir noch ein Bier bringen. Er stand die ganze Zeit neben mir.
Als ich fertig war drehte ich mich um,
»Danke «, sagte ich zu ihm, » wenn sie mich jetzt bitte rauslassen würden wäre ich ihnen echt dankbar! «

»Aber die gnädige Frau im Hinterzimmer, was soll ich ihr den sagen, « fragte er mich?
»Ich würde an ihrer Stelle einfach mitkommen, gehen sie nach Hause oder besaufen sie sich noch, eines würde ich jedoch nicht machen, wenn ich sie wäre.
Sagen sie ihr um alles in der Welt nicht dass ich bereits gegangen bin,
wenn sie nämlich jemand abblitzen lässt kann sie ziemlich zickig werden. «

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