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Jürgen Heimlich

Spieltrieb

Die Sonne brennt
auf meiner Haut -
Aber ich lasse sie
scheinen und die
Liebe verbrennt einstweilen
an anderen Orten.

Eine Hitzewelle erfaßt
die ganze Erde
mit einem Mal:
Ohne Vorwarnung
schmelzen die Eisberge
dahin und viele
Hafenstädte stehen unter
Wasser schafft keine Abhilfe,
wenn die Krebsrate steigt;
sind Sonnenbrände der
besonderen Art nicht
ausgeschlossen und auch
die Optimisten verlernen
ihre positive Denkweise,
wenn sich eine schöne
Katastrophe abzeichnet und
niemand verschont wird.

Es werden Konferenzen einberufen;
als ob es noch etwas zu reden gäbe
angesichts des Untergangs
dieser Welt.

Sonnenbräune trifft jeden:
von Andorra bis Zypern -
von Angola bis Zimbabwe.

Ich sitze einstweilen vor
meinem Computer und spiele
mit Begeisterung das letzte
Mal nicht ohne Joystick;
den Schweiß spüre ich
überall und ich rufe
noch einmal bei der
Wetterwarte an.

"Wir haben 46 Grad.
Es ist wohl halb so wild."
Mitten im Spätherbst
versinken also Länder
auf Nimmerwiedersehen.
Noch atmet meine Haut,
während die Temparatur
weiter steigt; in unendliche
Höhen hinaufschnellt und die
Menschen nach der Reihe schwitzen
läßt - Ende September oder so
muß es sein.

Ich koste den Spieltrieb eines
Verrückten aus mit einem
hitzebeständigen Joystick
in den Händen,
während ich fast im eigenen Schweiß ertrinke.

Ein Blick aus dem Fenster genügt,
um mich vom Hitzekollaps zu überzeugen,
wo Menschen jeden Alters die
Straßen säumen und die
Toten wegzuschleppen versuchen,
die immer zahlreicher werden.

Jetzt schlägt wohl auch meine Stunde,
da der Computer seinen Geist aufgibt;
der Joystick aus meinen Händen fällt.
Die Katastrophe schont niemanden!
Jetzt müssen alle für die Machtgier
kopfloser Existenzen büssen.
Hoffen wir auf eine glückliche Zukunft!

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