Literarisches / GästeFür Zugestiegene: Startseite 
[Absurdistan - Der Wochenrückblick] [Zeit für ein Gedicht?] [LiteraturWettbewerbe] [Veranstaltungen] [LiteraturChat] [Buchwelt] [Allerlei & Tipps]


 Alle Gast-Autoren

 zurück zur Auswahl dieses Künstlers

 HITLISTE - Stimm mit!

zurück zu: Gäste
Werbung:
Ärzte ohne Grenzen: Jeder Euro rettet Kinderleben. Jetzt klicken und helfen. Bist Du Single? Suchst Du einen netten Partner? Hier warten über 390.000 aktive Mitglieder auf Dich. Melde Dich jetzt an!
Auftragsgedichte:
Du möchtest Deine/n
Liebste/n überraschen?
Frank M. Finke

Und dann ...

Zuerst wartete ich ständig auf meine Mutter
als sie endlich kam, floh ich in mein eigenes Herz.

Dann wartete ich auf meinen Vater
doch der wartete selbst.

Dann wartete ich auf meine Großmutter
und unterwarf mich voller Furcht ihrer Willkür.

Dann wartete ich auf die Ejakulation meines Peinigers
und beschloss danach, mein Herz für immer zu verschließen.

Dann wartete ich auf die Rückkehr in eine Heimat, die ich nicht kannte
und kam niemals dort an.

Dann wartete ich auf das Ende meiner Schulzeit
denn ich lernte für die Schule, nicht für das Leben.

Dann wartete ich auf einen guten Ausbilder
und brach enttäuscht die Ausbeutung ab.

Dann wartete ich darauf, einen Freund zu finden
doch fand ich nur einsame Menschen, die ebenfalls auf der Suche danach waren.

Dann wartete ich darauf, in der weiten Welt mein Paradies zu finden
doch fand ich nur heraus, dass überall gute und schlechte Menschen leben.

Dann wartete ich auf die Stillung meiner Sehnsucht
und sehnte mich bald nur noch danach, meine Sucht zu stillen.

Dann wartete ich auf meinen Dealer
doch der hatte sich in die Unendlichkeit seines eigenen Wahnsinns geschossen.

Dann wartete ich auf Ruhm und Ehre
und erwachte in der Psychiatrie.

Dann wartete ich auf eine menschenwürdige Arbeit
und war gezwungen, Maschinen zu würdigen, die ohne Menschen arbeiteten.

Dann wartete ich auf einen heiligen Führer
und fand mich umzingelt von scheinheiligen Verführern.

Dann wartete ich auf meine Frau
doch die hatte einen Menschen erschlagen und wartete auf ihren Richter.

Dann wartete ich auf Gott
und Er kam und schenkte mir Seinen Himmel im Tausch für meine Hölle.
Jetzt warte ich auf den Tod
und dann?!?

Falls er Dir gefallen hat, dann stimm' für diesen Beitrag.

zurück

Werbung:

Mitarbeit...
Du willst diese Online-Zeitung mitgestalten? Schick mir Deine Gedichte, Kurzgeschichten, CD-Kritiken, Buchbesprechungen - oder vielleicht ganz was Neues? Erlaubt ist, was Spaß macht und keinen kränkt oder geschmacklos ist.

Schreib', was Dich bewegt: leitner@wiend.at


http://www.wiend.at
E-Mail:leitner@wiend.at