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Elfriede Herold

Das Mietobjekt

Sie kam in die alte Wohnung, ohne anzuklopfen, ging durch die Küche gleich ins Zimmer, als ob sie angemeldet gewesen wäre „Guten Tag Frau Biedermann, Sie haben doch mein Schreiben bekommen?!“ „Ja“, sagte Elle Biedermann darauf. .Mehr fiel ihr dazu nicht ein, so verdutzt war sie. Es kam ihr wie ein Überfall vor. ,Dieses Weib, wie ich sie hasse`; dachte sie.
Die ungebetene Gästin war niemand anders als die alte Verwalterin des Hauses Dreyhausstraße74 .Wir wollen sie Magda Schnupfdos nennen, ihr wirklicher Name ist nicht so interessant. „So oft ich mit Ihnen sprechen wollte, waren Sie nicht zu Hause.
Zu den verschiedensten Zeiten komme ich, aber Sie sind nie anzutreffen, was haben Sie dazu zu sagen? `So eine alte Schlange, eine Giftschlange ist doch die. `` Laut sagte sie:“ Na, ich gehe auch noch einer Arbeit nach, und wenn Sie auf gut Glück kommen, ist das Ihre Sache. Wie lange geht denn das schon so, dass Sie mich überwachen?“
„Überwacht wird hier niemand, ich habe das Gefühl, Sie wohnen hier gar nicht mehr .Im übrigen sieht dieses Loch sowieso unbewohnt hier .aus. Haben Sie nicht ein Gartenhaus oder eine Zweitwohnung? Aber eigentlich sind Sie hier doch hauptgemeldet! Nach Paragraph 21/ Absatz1 u.2 MRG können wir Sie kündigen, Frau Biedermann, wenn Sie.“...„ Raus, Sie haben schon genug gesagt, probiert doch Euer Glück und setzt mich auf die Straße, die Zähne werdet Ihr Euch ausbeißen. Erfahren habe ich längst, dass Ihr die alten Mieter hinausekeln und delogieren wollt.
Ich habe einen guten Rechtsanwalt, lassen wir `` darauf ankommen... hinaus“.
Schnupfdos war kreidebleich geworden, sie wusste jetzt, dass sie kein leichtes Spiel haben würde.
Nun stolperte sie auch noch über die Türschwelle, die etwas zu hoch geraten war .Fast wäre sie hingefallen.
Vierzehn Tage später .
Ein Schreiben von der Hausverwaltung: Wegen Nichtbenützung des Mietobjektes, nach Paragraph 21/ Absatz1u.2, werden Sie aufgefordert, binnen 3 Monaten selbiges zu räumen, da sonst eine Delogierungsklage beim BGR anberaumt wird. Sollten Sie Zeugen nennen können, dann bitte spätestens in vierzehn Tagen in der Hausverwaltung schriftlich mit Name und Adresse nennen Ein Anwalt wird für Sie sicher nichts herausholen können. Mit freundlichen Grüßen Ihre Hausverwaltung. Natürlich suchte unsere Ella Biedermann einen Rechtsanwalt auf, legte den Sachverhalt dar und hatte Glück.
Dr. Erich René Karauschek schmunzelte, als er den Brief von der Hausverwaltung las. Die werden uns nicht übertrumpfen können. Gleich heute noch geht ein Schreiben von unserer Kanzlei weg, Sie müssen aber zumindest fünf Zeugen nennen, die beeiden können, dass Sie tatsächlich in der Wohnung wohnen und nicht woanders“. Dr. Erich Karauschek großgewachsen, intelligent, mit Mutterwitz entließ Ella Biedermann frohen Mutes, mit einem spitzbübischen Lächeln im Gesicht. Noch viele Briefe von Anwalt Dr. Fuchsschlau flatterten binnen drei Monaten ins Haus zu Frau Biedermann.
Der letzte Brief beinhaltet einen Termin beim Bezirksgericht. Sieben Zeugen hatte Frau Biedermann auftreiben können: es waren gute Freundinnen und Freunde von Ella Zu Gericht gehen, wegen so etwas, na ja, angenehm wird`s ja nicht werden, aber ich habe ja die guten Karten im Ärmel....die werden Augen machen. Dr. Karauschek, er war Experte in Wohnungsangelegenheiten, versicherte immer wieder: ‚dass wir den Prozess, wie er es nannte, gewinnen werden'.
Aber es kam gar nicht zu einer gerichtlichen Verhandlung. Denn einen Tag vor dem Termin, es war der 17. März schneite die Schnupfdos wieder mal in die Mietwohnung der Frau Biedermann, Dreyhausstraße74.
Sie hatte einen ihrer treuen Mitarbeiter dabei, klopfte nicht an, betrat das Mietobjekt wurde wieder kreidebleich, ziemlich aufgeregt sagte Sie zu Frau Biedermann: „Wir wollen doch nicht zu Gericht gehen, denn das kostet ja soviel Geld, die Anwaltskosten, die Gerichtskosten, und schließlich die Zeugen und all das. Ich werde heute gleich meinen Rechtsanwalt anrufen, damit er das Ganze nicht weiterverfolgt .Er wird ein E-Mail zum BGR senden und somit wird alles abgeblasen .Seien Sie froh, dass ich nicht „....Schnupfdos regte sich ziemlich auf. Plötzlich taumelte sie, stürzte zu Boden, röchelte, schnappte ein paar mal nach Luft ,verdrehte die Augen ,sie hatte eine Hypoglycämie bekommen, das ist eine Unterzuckerung ,wenn jemand zuckerkrank ist. Die Rettung wurde angerufen, sie wurde auf eine Tragbare gelegt und ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht. Wir erfuhren nach einer Woche von einer Hauspartei, dass Magda Schnupfdos einen Tag nach dem Besuch in unserer Wohnung für immer von uns gegangen ist.

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