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Christiane L.

Gefährliche Rückschlüsse

Nena ist tot. Im Kochtopf gelandet. Nena war eine reizende Zwergkaninchendame und der Liebling der zehnjährigen Katja. Die denkt, sie äße gerade Kalbsragout. Weit gefehlt.

Oma hatte Durchfall.“Was hat das damit zu tun?“ werden Sie nun fragen. Ganz einfach. Oma hatte nicht nur Darmprobleme, sie ist auch Zeitungsleserin. Deswegen weiß sie nun, daß ihre Beschwerden nur durch das Zwergkaninchen hervorgerufen wurden. Ja, und das hat Nena leider nicht überlebt.

Kitti hat etwas mehr „Glück“. Das Rosettenmeerschweinchen wurde nur des Hauses verwiesen und ins Tierheim gebracht. Tom, der achtjährige zweibeinige Freund unserer Kitti bekam nämlich plötzlich tränende Augen und Schnupfen. Der Weg zum Allergologen (der vielleicht entdeckt hätte, daß Birkenpollen daran schuld sind) war zu mühsam. Also entschied man sich, das Meerschweichen zum Allergieauslöser zu erklären.

Franz und Franziska, zwei kleine Dackel , mußten heute morgen ein unangenehmes äußeres Erlebnis verdauen, nachdem sie ihrer inneren Verdauung auf einer Wiese freien Lauf gelassen hatten. Ein Mann mit Bart, dem die „Rache Montezumas“ im Gesicht geschrieben stand, schlug dank Sommerwetters und mangels Schirm „nur“ mit einer Woolworth-Einkaufstüte auf Franziska ein. Die „Häufchen-Entsorgungstüte“ in Frauchens Hand hatte er wohl nicht entdeckt in seinem Haß auf kleine Geißeltierchen, die in fliegenden Zysten dem Staub des Hundekotes entweichen. Dafür hat Franziska, die naturgemäß keine Zeitungsleserin ist, etwas gelernt: Männer mit Bart und Woolworth-Einkaufstüte sind künftig besser rechtzeitig anzuknurren. Später wird man dies als Beleg für die Aggressivität aller Hunde gut verwenden können.

All diese Ereignisse beruhen auf einer einfachen Erkenntnis: Tiere machen krank! Nicht nur die eigenen Besitzer, sondern alle und jeden. Wußten es die Feinde der Tierhaltung nicht schon immer? Und ist das nicht endlich mal ein gutes Argument im Kampf gegen alles, was nicht auf zwei Beinen geht?

Auch Arko hat diese Rückschlüsse leider nicht überlebt. Arko ging zu und zu gerne auf Herrn Meiers Grundstück, um sich seines Geschäftes zu entledigen. Herrn Meier hat das schon immer geärgert. Statt nun mit Herrn Schmidt - Arkos Herrchen - einfach einmal darüber zu reden, damit der seinerseits auf Arko einwirkt, griff er lieber gleich zu wirksameren Methoden. Wahrscheinlich hätte es genügt, Arko dazu zu erziehen, nicht mehr in Nachbars Garten zu gehen. Hunde sind nämlich oft einsichtiger als Menschen. Aber nein, Arkos letztes Stündlein hatte geschlagen, als er an seinem Lieblingsörtchen eine Frikadelle fand. Das Rezept wich leider vom Normalen ab und war tödlich. Eine schöne Henkersmahlzeit hat er wenigstens gehabt.

Währenddessen bemüht sich die Verfasserin dieses Artikels, selbst Hundebesitzerin, um einige statistische Zahlen. Da sind z.B. die Megatonnen an Ausscheidungen, die in der Landwirtschaft produziert werden. Allein 75 Mio to Methangas sollen dabei jährlich entstehen und zur Erderwärmung beitragen. Wissenschaftlich müßte auch dringend erforscht werden, warum gemeine Geißeltierchen sich auf Hunde- und Menschendarm beschränken sollten, oder ob sie nicht überall in der Umwelt an unterschiedlichsten Stellen vorkommen. Die Formel “Hans hat Grippe, Franz auch. Hans und Franz sind befreundet. Hans bekam die Grippe zwei Tage früher. Also hat Hans den Franz angesteckt“ ist angesichts der Tatsache, daß zur selben Zeit vielleicht 5 Millionen Deutsche die Grippe haben, etwas zu einfach. (Der Satz ist schrecklich, ich hoffe Sie konnten mir folgen).

Merkwürdig auch die Schlußfolgerung, daß Hunde diese Geißeltierchen beim Planschen in Badeseen ins Wasser abgeben. Sind die doch offensichtlich keine Fell- oder Speichelbewohner, sondern leben im Darm.Vielleicht auch in der Niere. Der Hund, der sein großes oder kleines Geschäft im Wasser verrichtet, muß allerdings erst genetisch gezüchtet werden. Ein einfaches menschliches Gen würde da wohl genügen. Auch das wissen wir nicht nur, aber auch, durch Zeitungen und Schwimmbadtests.

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Veröffentlichung dieser Texte an anderer Stelle/in anderen Medien nur mit Genehmigung von Christiane L.

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