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Carmen Ritter

Ich muss Dich gehen lassen

Auch wenn du tausendmal sagst,
dass es nicht an mir liegt.
Ich verstehe es anscheinend nicht.
Ich verstehe dich anscheinend nicht.
Und mein Nichtverstehen scheint ,
in deinen Augen,
ein unüberwindbares Problem zu sein.
Du willst mich nicht.
So einfach stellt es sich für mich dar.
Alles, was ich geben kann,
habe ich dir gegeben.
Mein Denken, mein Tun,
mein Fühlen, mein Herz, mich.
Es war zuviel oder zuwenig.
Dass weiß ich noch immer nicht.
Du hast mir den Himmel gezeigt
und mich in die Hölle geschubst.
Ich dachte mal, es reicht aus,
jemanden zu lieben.
Wie naiv und wie dumm von mir.
Liebe versetzt Berge, macht Blinde sehend
und Taube hörend und Harte weich.
Dem ist nicht so.
Man muss an die Liebe glauben.
Anscheinend glaube ich nicht immer daran,
oder ich glaube nicht genug daran ?
Meine anfänglichen Zweifel
hast du über Bord geworfen.
Ich habe mich dir geöffnet,
mich fallen gelassen,
dir Vertrauen geschenkt.
Nun stellst du dich hin und sagst,
du kannst das so nicht.
Du findest den Weg nicht.
Den Weg zu mir
und den Weg zu dir.
Du traust dich nicht heraus aus deiner Burg,
magst deinen Schutzwall nicht überwinden,
magst nicht über deinen Schatten springen.
Du nimmst mein Geschenk nicht an,
mehr noch, du weist es zurück.
Liebe wird aus Mut gemacht.
Und ich bin mutig über die Klippe gesprungen.
Noch immer warte ich auf den Aufprall.
Ich bin wund, aufgerissen und zerschunden.
Gesicht, Haut und Hände sind aufgeschürft.
Du hast mir das Herz herausgerissen.
Und ich stehe hier
und schaue fassungslos
auf das große, blutige Loch in meiner Mitte.
Ich frage mich, wie soll es weitergehen ?
Wie je wieder vertrauen ?
Sich fallen lassen ? Sich öffnen ?
Wie je wieder jemanden so nah an mich heranlassen,
dass er mir so weh tun kann ?
Wie je wieder jemanden so lieben ?
Du hast dich gegen mich entschieden
und trotzdem gibt es keinen Knopf in mir,
den ich einfach abschalten kann,
mit dem ich einfach
meine Gefühle ausschalten könnte.
Ich ziehe mich zurück.
Ich ziehe mich zurück aus deinem Leben.
Ich lecke meine Wunden und
irgendwann werden mir auch die Tränen ausgehen.
Unter qualvollen Schmerzen lasse ich dich los,
lasse ich dich gehen, lasse ich dich in Ruhe.
Irgendwann ist der Schmerz vorbei
und ich muss sehen, was dann bleibt,
wer ich dann bin.
Ich muss dich los lassen,
ich muss dich gehen lassen,
ich muss dich in Ruhe lassen,
damit du zu mir zurück kommen kannst.
Damit du den Mut findest
an dich zu glauben,
an uns, an unsere Liebe.
Liebe wird aus Mut gemacht.
Geliebter, sei mutig.

Oktober 2002

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