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Sinnlichkeit
von Venus

Es sind meine Augen. Mein Mund. Meine Haare. Meine Größe.

Ich falle ihm auf. Er schaut mir in meine Augen, auf meinen Mund, betrachtet meine Haare, nimmt meine Größe wahr und ich spüre was in seinem Kopf vorgeht. Er will mich besitzen. Will meinen Augen einen sinnlichen Glanz entlocken. Würde gerne seine Phantasien, wenn er meinen Mund anschaut, in die Realität umsetzen. Mir dabei in meinen Haaren wühlen. Meine Größe reduzieren indem er die Macht an mir bekommt. Ich sehe ihm an, welche sinnliche Spiele er bereits in seinen Gedanken mit mir spielt. Ich lasse zu, dass er mich mit seinen Augen auszieht, mir meine kleider vom Leib reisst, mich strippen lässt, mir zärtlich alles vom Körper streift. Sinnlichkeit überkommt mich dabei, daran könnte ich mich berauschen. Sein Blick wird herausfordernder. Ich halte diesem Blick stand und behalte dabei alles unter Kontrolle. Wir stehen einige Meter voneinander entfernt, trotzdem spüre ich seine Erregung. Sie erfüllt den ganzen Raum. Anderen Gästen dieser Bar fällt dies auch schon auf. Das erhöht den Reiz für mich, es kribbelt in mir. Er kann nur noch an Sex mit mir denken, wie er sich an mir berauschen kann, mich berauscht, sich von mir verwöhnen lässt, mich verwöhnt, mich hart nimmt, ich es hart will. Ich kann ihnschon fast in mir spüren, merke, dass dieses Kribbeln in meinen Unterleib rutscht. Ich werde leicht unruhig und denke nun auch nur noch an die absolute Erfüllung...

Nun will auch ich ihn, egal wo, egal wie, auf jeden Fall aber sofort. Taxiere ihn ein letztes Mal bevor er kommen wird. Groß, gutaussehend, leger angezogen, ein T-Shirt unter einem Sakko. T-Shirt!! Ich habe auch ein schwarzes an, unter meinem Gehrock. Oh, nein, mir vergeht die Lust. DAS T-SHIRT!!! Ich könnte mir nicht von ihm das T-Shirt vom Körper reissen lassen. Er würde niemals meine Brüste spüren und liebkosen können. Er schaut mich verwirrt an, hat meinen Gesichtsausdruck bemerkt. Ich weiss, meine Ausstrahlung macht ihn an. Aber er hat mich bisher nur von der rechten Seite gesehen. Meine linke Körperhälfte hat mein Unterbewusstsein wieder mal gekonnt in den Hintergrund gestellt und mich entsprechend posiert. Wenn ich mich gleich etwas drehe werde ich seine bestürzte Augen sehen, er wird nur kurz nachdenken und mich dann immer noch wollen. Ich ihn aber nicht, es ist mit kein One-night-stand wert, dass ich meinen linken Armstumpf dafür freilege. Denn nackt ist er meine größte Verwundbarkeit, angezogen meine größte Stärke.
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