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Sexualverhalten nach Operationen an der Wirbelsäule

Bereits durch das präoperative diagnostische Verfahren wie die Myelographie kann es zu einem Libidoverlust kommen, wobei unklar ist, ob die Schädigung der Bandscheibe mit ihren mechanischen Folgen oder die damit verbundenen Schmerzen zu einer Einschränkung oder zum Sistieren der sexuellen Aktivitäten führen.

Postoperativ – vorausgesetzt die Operation ist technisch gelungen und die operierten Strukturen waren auch der Grund für die beklagten Beschwerden – fällt die Hemmschwelle durch den Schmerz weg, so dass oft frühzeitig das Verlangen nach sexuellen Aktivitäten besteht, sobald der Schmerz abgeklungen ist.

Zu welchen Zeitpunkt sind sexuelle Aktivitäten aus ärztlicher Sicht unbedenklich?

Gerade bei Operationen von Bandscheiben–Vorfällen kommt es häufig durch das vollständige Ausräumen des Bandscheibenraumes zu einer vorübergehenden Instabilität des betroffenen Segmentes. Folgerichtig erhalten die Patienten von Seiten des Operateurs Verhaltensvorschläge für den Alltag wie vorübergehendes Sitzverbot für eine bestimmte Zeit, Verbot des Autofahrens, des Hebens und Tragens oder auch Sportverbot für eine bestimmte Zeit. Auch bei der mikrochirurgisch vorgenommen Entfernung des Prolaps verbleibt eine wenn auch geringere Segment-Instabilität für einige Monate.

Leider wird in der Regel “vergessen“, die operierten Patienten darüber aufzuklären, ab wann und vor allem in welcher Position postoperativ Beischlaf möglich ist. In einer von Büttner durchgeführten Studie erhielten nicht einmal 15 % von 100 befragten Bandscheiben-Operierten eine solche Information.

Ob sich die Rückenschmerzen auf die Hals- Brust- oder Lendenwirbelsäule beziehen, die Prinzipien der Vorsichtsmaßnahmen sind dieselben. Erlaubt sind langsame Bewegungen bei gleichzeitiger Stabilisation durch Anspannung der paravertebralen Muskulatur. Vermieden werden sollten schnelle kurze und unkontrollierte Bewegungen. Hier kann es zu schmerzhaften Rotationen verletzter Wirbelsäulensegmente kommen. Auch Stauchungsbelastungen sowie schnelle Vor-Rück-Bewegungen sollten bei Wirbelkörper-Instabilitäten vermieden werden. Die Unterlage sollte weiter nicht zu weich aber auch nicht zu hart sein.

Bei insgesamt schwacher Rumpfmuskulatur oder durch Nervenbeeinträchtigungen bedingt kann auch die Beckenbodenmuskulatur betroffen sein. Um die gerade für die Erlebnisqualität der Frau wichtige Muskulatur zu kräftigen, kann diese gezielt trainiert werden.

Hier gilt es, die Muskulatur der Scheide und des Blasenausganges wiederholt anzuspannen – eine Wiederholung 50 bis100 mal am Tag führt zu einer nachvollziehbaren Kräftigung der trainierten Muskulatur. Ein guter Leistungstest ist das willentliche Stoppen des Urinflußes.

Bei akuten und chronischen Beschwerden muß auf ein befriedigendes Sexualleben nicht verzichtet werden. Voraussetzung ist das gegenseitige Einfühlungsvermögen und die Devise: “Es ist Liebe, wenn es der Partner schafft...“

Folgende Positionen sollen helfen, trotz Rückenschmerzen das Zusammensein mit dem Partner zu genießen:

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